Mittwoch, 10. Mai 2017

Warum ich so fröhlich bin, trotz schlimmer ....

Diagnose!

Ja, warum bin ich so ein fröhlicher Mensch?



Heute habe ich das Bedürfnis, über (meine) gelebte 
 Dankbarkeit & Fröhlickeit 
zu schreiben!

Anlass ist meine Selbsthilfegruppe, in der ich mich mit anderen Leidgenossen austauschen kann.
 Eine Mitstreiterin hat aktuell einen Post geschrieben, in dem sie darüber berichtet,
dass sie mit ihrer Diagnose einfach nicht fertig werden kann und ihr Leben nicht
mehr lebenswert ist. Sie wird von Albträumen und depressiven Stimmungen verfolgt.
Eine andere Mitstreiterin schrieb sogar von Suizidgedanken.

Dieser Post hat mich echt nachdenklich gemacht!


Denke ich zu wenig über das Ausmaß meiner Erkrankung nach?
Verdränge ich die Realität?

Oder warum bin ich trotzdem fröhlich???
 Vor 3 Jahren bekam ich die niederschmetternde Diagnose 
Polycythemia vera 

Dabei handelt es sich um eine myeloproliferative Stammzellenerkrankung.
Mein Knochenmark produziert übermäßig viele Zellen
 (vor allem die Erythrozyten und Thrombozyten sind betroffen)  
Diese Überproduktion in unnatürlichem Ausmaß ist überhaupt nicht gut!
Es hat zur Folge, dass ich jederzeit einen Schlaganfall, Hirnschlag, Herzinfarkt, im günstigen Fall eine Thrombose erleiden kann.

Die Diagnose hat mir anfangs echt den Boden unter den Füßen weggezogen.
Ich war völlig fertig.


Man kann es kaum glauben, aber ich habe mich mit der Krankheit arrangiert.
Ich nehme diese verfluchte Bluterkrankung mit all seinen vielseitigen Nebenwirkungen (Schwindel, Sehstörungen, Fatique, Erschöpfung, Kraftlosigkeit) an.

WAS BLEIBT MIR DENN ANDERES ÜBRIG?


Anfang des Jahres habe ich meinen Arzt gewechselt und meine neue Ärztin hat erst einmal eine
Knochenmarkpunktion
veranlasst.
Diese Untersuchung war kein Leckerbissen, aber ich habe sie überlebt :-)
Viel schlimmer war die anschließende neue Diagnose:
Primäre Myelofibrose. 
Oh mein Gott, was ist das denn nun wieder?
Das Schicksal hat mir noch ein's oben drauf gepackt!  
Schlimmer geht es wirklich nicht mehr,
(oder doch?)
Die neue Diagnose mit ihren Folgen hat mich die ersten Tage umgehauen.
Klar, habe ich Rotz & Wasser geheult.
So ein Mist ... warum außgerechnet ich, ....?
Fragen über Fragen!
Mit dieser Diagnose weiß ich nun, dass ich eine stark verkürzte Lebenserwartung habe.
Ausgerechnet ich ...
Wo ich doch noch so viel erleben möchte ...
Aber das Schicksal fragt nicht danach!
Wie schaffe ich es nun, den Lebensmut nicht zu verlieren???
Ich bin ein fröhlicher Mensch, der einfach nicht aufgeben viel.
Wie heißt es so schön:
Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Ein schönes Hobby (das Nähen) lenkt mich von trüben Gedanken ab
genauso wie 
eine unendliche Dankbarkeit dem Leben gegenüber!

 Ich glaube vor allem, dass meine positive und kindliche Einstellung
mein Leben weiterhin lebenswert machen!
So viele unter uns sind ständig wegen Kleinigkeiten am Klagen.
Mensch Leute, hört damit endlich auf!

Seid froh um jeden Tag, jede Minute und Sekunde,
in der es Euch und anderen gut geht!
 Ich werde auf jeden Fall weiterhin
dem Leben positiv begegnen
und
mich weiterhin über jeden Pfurz freuen!

Das beste aus der Situation machen
...
das ist mein Credo!
...
ob mit oder ohne Sonnenschein :)


 In dem Sinne,
bleibt gesund & munter!
 
Eure 
Anfrieda








 





  




Kommentare:

  1. Sehr bewegend! Deine Einstellung finde ich wunderbar und graoßartig. Fast immer gelingt es mir auch in schwierigen Zeit gute Dinge und kleine Freuden zu erkennen - das heißt ja nicht, dass man nicht auch traurig sein darf oder jeden Tag immer nur lächelt. Alles Gute für Dich. LG Kuestensocke

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